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Die 3000er Skihochtour ging mit 16 Skitouren begeisterte Personen heuer mit Stützpunkt nach Gries im Ötztal!

Im Hotel Schöpf in Gries, einem Bergdorf mit 210 Einwohnern auf 1.600m fühlten wir uns sehr gut aufgehoben. Nach der Anreise am Donnerstag, konnten wir bereits die Zimmer beziehen und uns mit der Umgebung anfreunden. Anschließend wurde der Umgang mit dem LVS, Schaufel und Sonde aufgefrischt und mit dem Equipment intensiv trainiert. Alle Teilnehmer zeigten sich hochmotiviert und die Sucherfolge nach den vergrabenen LVS-Geräten stellten sich bald ein.

Hier ein Danke für die Zusammenarbeit und das Interesse, da der Umgang mit den eigenen Geräten und dem Material ein wesentlicher Bestandteil einer jeden Tour sein sollte.

Freitag 6.3.2026:

Als Tourenziel wurde der Kuhscheibenspitz auf 3.189m bereits am Donnerstagabend geplant. Zwischen den sanften Talböden des Sulztales und den weit geöffneten Kareinschnitten oberhalb der Sulztalalm verläuft diese Hüttenzustieg sanft steigend. Die Amberger Hütte 2.135m erreicht man im letzten Moment, eingebettet in die wirklich eindrucksvolle Kulisse der hohen Gipfel rund um Sulztalferner und Schrankogel.

Neben der idealen Lage, in den Stubaier Alpen, besticht die Amberger Hütte zudem mit herzlicher Gastfreundschaft und traditioneller Kulinarik.

Nach kurzer Stärkung neben der Hütte, ging es flach taleinwärts durch die sogenannte Sulze bis zum „Lausbichl“, von dort in westlicher Richtung eine herausfordernde Steilstufe, auch dem geschuldet, dass hier die Sonne unbarmherzig auf uns einwirkte, uns war kaum so warm auf dieser Höhe, als in diesem Bereich. Weiter ins weitläufige Roßkar über sanft ansteigendes Gelände über weitere zwei Steilstufen auf den Roßkarferner. Vor der letzten Steilstufe (Gelände über 35°) auf ca. 3009m wurde auf Grund des vorherrschenden Altschneeproblems, auf den Gipfel der Kuhscheibe verzichtet. Gipfelsieg auf der Roßkarspitze mit Jausnen, trinken und Vorbereitung auf die Abfahrt.

Anschließend ging es in den Gruppen im Bereich der Aufstiegsspur und einigen unverspurten Hängen talwärts. Großartige Eindrücke sowohl beim Anstieg als auch dann bei der Abfahrt. Zur Amberger Hütte musste man ein wenig anschieben, was sich jedoch später als sehr lohnend erwies.

Die letzten Sonnenstrahlen konnten noch vor der Hütte genossen werden, im Anschluss „besetzten“ wir die Hütte. Bei einer zünftigen „Marende“ einer traditionell deftigen Südtiroler Brotzeit, ausgezeichnetem Weinangebot und herzlichen Wirtsleuten genossen wir die Zeit auf der Hütte. Als Abschluss wurden wir noch auf einen Eierlikör mit Obers Haube von der Gastwirtin eingeladen. Danke für die schönen Stunden!

Unter der Führung unseres „Heli“ gings ins Tal auf der Aufstiegsroute und ab ins Quartier.

Der Abend wurde in der Sauna eingeläutet, wie Schwalben schlichteten wir uns in die Sauna und unser „Stuhfranz“ gab beim „Aufguss und Wacheln“ alles, so sehr, dass die Saunalampe „dran glauben musste“ war wieder schnell repariert. Der Durst war groß und der Wirt dürfte einen Muskelkater auf Grund der zahlreichen Bestellungen in die Saune erlitten haben! Abendessen und Ausklang beim Planen und Smalltalk!

Samstag 7.3.2026:

Als Tourenziel wurde von den Guides die „Wildspitze“ beschlossen! Danke hier gleich mal an Heidi, den Vorschlag traute sie sich einige Tage davor noch nicht an Zisch herantragen!

Zeitig Früh ging es mit den Bussen ins hintere Pitztal nach Mandarfen, von dort mit dem Gletscherexpress in 432 Sekunden auf 2.841m.

Hinauf zum Mittelbergjoch 3.100m und steil hinunter zum Gletscher abfahren. Am Morgen noch sehr eisige Verhältnisse und anspruchsvoll abzufahren.

Dort wurde aufgefellt und in 3 Seilschaften ging es über den Taschachferner immer leicht ansteigend Richtung Petersenspitze, der Weg führt durch die Spaltenzonen wo auf 3.350m in einer großen Linkskurve auf die bereits sichtbare Wildspitze zugesteuert wird. Das Steilstück mit wenigen Kehren überwunden zum Skidepot am Fuße des Südwestgrates. Über diesen Grat mit den Steigeisen durch Schnee, Eis und felsdurchsetzte Stellen Richtung Gipfel. Die Schlüsselstelle, knapp vor dem Gipfel ein kurze Felsstufe ist zu überwinden und nicht zu unterschätzen. Alle Teammitglieder konnten den Gipfel erreichen, die Freude war jedem anzusehen, Gänsehautmomente bei Allen!

Der Blick schweift über einen Großteil der Tiroler Hochalpen, die Ortlergruppe, bei gutem Wetter und Fernsicht wie wir es hatten auch die Bernina, die Silvretta, das Verwall, Lechtaler Alpen, Wetterstein, Karwendel und Stubai!

Beeindruckende Momente, die Eiswelt rund um diese Tour, die Erhabenheit die bei jedem Schritt spürbar ist, aber auch hier sei erwähnt ist sicheres Gehen im Hochgebirge und Schwindelfreiheit unabdingbar!

Die Wildspitze ist mit 3.768 m ü. A. Höhe der höchste Berg Nordtirols und der Ötztaler Alpen und der zweithöchste Berg Österreichs und zählt zu den Alpinen Klassikern! 

Hier sei auch erwähnt, dass 2 Teilnehmer (Birgit und Gerhard) bereits im Tal leider nicht mitkonnten, Birgit aus gesundheitlichen Gründen, Gerhard ihr LG aus Liebe zu ihr Im Herzen seid ihr bei uns am Gipfel gewesen!

Eine Top Leistung Aller, die Disziplin in der Seilschaft am Gletscher, die Gratkletterei und die Annahme von Tipps und Ratschlägen! Vor allem aber auch die vorherrschende, spür- und sichtbare Kameradschaft!!! Danke von den Guides!

Zurück über die Aufstiegspur, auf das Mittebergjoch hoch und über den Pitztaler Gletscher ab.

A Traumtour!!! Einkehr im Tal, „odirschten“ und die Freude über die erbrachten Leistungen zum Ausdruck bringen! Ab ins Quartier bei toller Stimmung, Musik und dem einen oder anderen Getränk! Danke an die verlässlichen „Kutscher“.

Abendessen genossen und danach eine Zimmerparty gestartet, die sich jeder verdient hatte, die Freude hielt an, wie lange wird nicht verraten…….! Danke an A. und M. das wir das Zimmer benutzen durften

Sonntag 8.3.2026:

Eine Ausgehtour stand auf dem Programm, hoch zur Nisslalm auf 2.050m. Ein märchenhafter Zustieg, eine Hütte mit Charakter „a Platzl“ zum Wohlfühlen!

Nochmals ein Danke an alle 13 Teilnehmer und Danke von den Guides für die schöne Zeit!

Peter, Heidi und Zisch